Per Kirkeby

Per Kirkeby

Per Kirkeby ist einer der wichtigsten zeitgenössischen europäischen Künstler. Seine Arbeiten befinden sich in den Sammlungen der bedeutendsten Museen weltweit (Auswahl: Centre Georges Pompidou, Paris; The Tate Gallery, London; Stedelijk Museum, Amsterdam, Metropolitan Museum, New York, Louisiana Museum, Dänemark; Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Museum of Modern Art, New York). 1976 und 1980 werden seine Werke auf der Biennale in Venedig gezeigt. 1982 wird er zur documenta 7 eingeladen. 1986 entwirft er zwei Backsteinskulpturen für die Skulptur Projekte 1987 in Münster.

Fast immer lassen sich Anklänge an Landschaften und Naturbegebenheiten in seinen Gemälden finden. So sind seine Arbeiten nie reine Abstraktion. Ausgangspunkt seiner Malerei ist oftmals ein realer Gegenstand oder eine Struktur der Natur, die sich im späteren Bild versteckt.

Das großartige Kolorit, die Stärke der Komposition und wiederholte Brüche in seinem Werk fordern das Auge ungemein. Niemals rutschen diese Bilder in die Gefälligkeit ab.

„Ich gehe davon aus, dass während seiner Entstehung ständig Motive, Bild- und Farbfragmente auf das Gemälde einströmten. […] Sie stellten sich nacheinander in einer bestimmten Reihenfolge ein, fügten sich zusammen und hoben sich gelegentlich auch gegenseitig auf. […] Gleichzeitig fließen Farben wie Wolkenformationen ineinander und auseinander, ohne jemals eine abschließende Form zu finden, da sie sich in unserer Wahrnehmung weiterhin verändern. Obwohl das Gemälde vollendet ist und an der Wand hängt, bewegt es sich auf unbeschreibliche Weise weiter.“
(Rudi Fuchs, in: Per Kirkeby – Maler, Forscher, Bildhauer und Poet – Eine Ausstellung der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn im Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg; Köln: Wienand Verlag 2012, S. 45)

Sammlungen (Auswahl):

Carnegie Museum of Art, Pittsburgh

Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

Indianapolis Museum of Art, Indianapolis

IVAM Centre Julio Gonzalez, Valencia

K20 Kunstsammlung NRW, Düsseldorf

Kunstmuseum Winterthur, Winterthur

Metropolitan Museum of Art, New York

Centre Georges Pompidou, Paris

Museum of Modern Art, New York

Sprengel Museum, Hannover

Stedelijk Museum, Amsterdam

Städtische Galerie im LeNbachhaus, München

The Tate Gallery, London

Museum Ludwig, Köln

Museum Folkwang, Essen

Louisiana Museum, Humlebaek

1938 am 1. September in Kopenhagen geboren

1957 Besuch der Universität: Studium der Naturkunde (Geologie)

1958 Teilnahme an einer Expedition nach Grönland

1962 Eintritt in die Experimental Art School in Kopenhagen

1965 erste Einzelausstellung in Kopenhagen, dreijähriges Stipendium

1967 Performance mit Nam June Paik in New York

1971 Reise nach Mittelamerika, Beschäftigung mit Kunst und Architektur der Maya

1976 vertreten auf der Biennale von Venedig mit Bildern und Backsteinskulpturen

1978-88 Professur für Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe

1982 Teilnahme an der documenta 7, Kassel

1986 Entwurf von Backsteinskulpturen für SkulptuR Projekte in Münster 1987

2008 Retrospektive im Louisiana Museum of Modern Art in Hamlebaek, Kopenhagen

2009 Retrospektive in der Tate Modern, London und im Museum Kunstpalast Düssedorf

2012 Retrospektive im Palais des Beaux Arts, Brüssel

2012 MUSEUM KÜPPERSMÜHLE, Duisburg

2012 PhilLIPS COLLECTION, WASHINGTON

2014 PINAKOTHEK DER MODERNE, MÜNCHEN

2017 FRANZ MARC MUSEUM, KOCHEL AM SEE