Markus Lüpertz

Markus Lüpertz gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Sein Werk kann in großen Teilen als eine Hymne an die Antike verstanden werden, sein Formenrepertoire wendet sich jedoch gegen jede klassische Auffassung.

Schon früh prägte Lüpertz den Begriff „dithyrambisch“ für seine Arbeiten (das Weihelied „Dithyrambus“ war ursprünglich eine dichterische und tänzerische Huldigung an den antiken Fruchtbarkeitsgott Dionysos), sodass dieser heute untrennbar mit seinem Werk verbunden ist. Im Wettstreit der Künstler um Abstraktion oder Figuration entschied sich der 1941 geborene Lüpertz für eine grobe, flüchtige und expressive Figürlichkeit, die seinem Werk eine unverwechselbare Formensprache verleiht.

Direkt aus dem Atelier des Künstlers in Berlin kann die Galerie LAING das Triptychon „Schornstein – dithyrambisch“ von 1969 zeigen, eine dreiteilige Gouache von 2,65 x 1,83 m Größe. Ergänzt wird dieses monumentale Werk von einigen Akten in Tusche von 1985 sowie drei bemalten, mehr als 2 m großen Bronzen aus der Mitte der 1980er Jahre.

Weiterhin sind einige bemalte Bronzen zu sehen, die den Eindruck antiker Terrakotta-Büsten erwecken, sowie aus den frühen 2000er Jahren Rückenakt-Gemälde (ein für Lüpertz bedeutsames Thema) und eine Serie von blau-schwarzen Ganzfiguren als Reminiszenz an die Göttin Daphne aus der griechischen Mythologie.

Mit dieser Ausstellung – zu der auch ein Katalog erscheinen wird – setzt die Galerie LAING, seit 2017 am Hafenweg 46 in Münster ansässig, ihr Ausstellungsprogramm zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart fort, darunter bislang u. a. Günther Uecker, Georg Baselitz, Per Kirkeby.

Skulptur, Malerei, Zeichnung

Markus Lüpertz  | 31. August – 9. November 2019